Listening Partnership

Listening Partnerships bieten einen ausgezeichneten Weg, wie Eltern sich gegenseitig Unterstützung geben können. Sie helfen uns dabei, wieder Klarheit zu gewinnen. 5 oder 10 Minuten des gegenseitigen Zuhörens können bereits den entscheidenden Unterschied darstellen, um mit erneuter Energie und kreativen Ideen zur Problemlösung zu unseren Familien zurückzukehren.

Wie unterscheidet sich das Zuhören in einem Listening Partnership von einer normalen Unterhaltung?

Während einer normalen Unterhaltung hören wir oft eher beiläufig zu oder wir unterbrechen den anderen, um unsere Kommentare oder unsere Meinung anzubringen, sobald wir denken, wir haben etwas beizutragen. Wir versuchen herauszufiltern, was für uns gerade interessant ist und steuern dann, dass was wir denken, zu dem Thema bei. Wir unterbrechen, wann wir möchten und die Konversation wechselt von einem zum anderen. Die Art des Zuhörens, die wir hier anregen möchten, unterscheidet sich wesentlich davon.

Der Gedanke ist folgender: Es geht hier darum, den Elternteil, der gerade spricht, zu unterstützen. Denn als Eltern haben wir kaum die Möglichkeit, uns über unsere eigenen Gedanken in unserem eigenen Tempo klar zu werden.

Wir verbringen die meiste Zeit unseres Tages damit, die Bedürfnisse anderer zu erfüllen. Wir sind damit beschäftigt Probleme zu lösen, haben jedoch oft nicht die Zeit, zu analysieren, warum unsere Lösungen Erfolg haben oder nicht. Das Listening Partnership gibt Eltern wertvolle Zeit zum Reflektieren und wir möchten Eltern darin unterstützen, Vertrauen in ihre eigene ausgezeichnete Intelligenz und Ressourcenfähigkeit wiederzugewinnen.

Wenn Du deinem Partner zuhörst, während er seine eigenen Gedanken entwickelt, ist es Deine Aufgabe, ihn vor Unterbrechungen, Interpretationen und Verurteilung zu schützen. Mit der Hilfe der Aufmerksamkeit, die Du ihm schenkst, wird es für den Elternteil möglich, sein eigenes Denken genauer zu untersuchen. Er wird in der Lage sein, seine eigenen Erfahrungen ohne die tägliche Sorge und Eile, unter der er normalerweise steht, zu beleuchten. In Deiner Rolle als Zuhörer, bemühe Dich, ganz für dein Gegenüber da zu sein, was denkt und empfindet er? Stelle ganz beiseite, was dich normalerweise neugierig machen würde oder wie vielleicht Deine Erfahrung im Vergleich dazu aussieht.

Während einer normalen Unterhaltung hören wir oft eher beiläufig zu oder wir unterbrechen den anderen, um unsere Kommentare oder unsere Meinung anzubringen, sobald wir denken, wir haben etwas beizutragen. Wir versuchen herauszufiltern, was für uns gerade interessant ist und steuern dann, was wir denken, zu dem Thema bei. Wir unterbrechen, wann wir möchten und die Konversation wechselt von einem zum anderen. Die Art des Zuhörens, die wir hier anregen möchten, unterscheidet sich wesentlich davon. Du kannst Dich dann wiederum frei fühlen, über Dich zu sprechen, wenn Du an der Reihe bist.

Hier nun ein paar kurze Anleitungen für den Austausch der Zuhör-Zeit:

  • Nimm eine Haltung vollständiger Achtung für Dich selbst und für Dein Gegenüber ein.
  • Setze voraus, dass Dein Zuhören, einen entscheidenen Unterschied ausmachen wird.
  • Gib demjenigen, der gerade spricht, Deine volle Aufmerksamkeit. Unterbrich ihn nicht.
  • Gib keine Ratschläge. Bringe anstelle dessen eine Einstellung des Vertrauens in die Fähigkeit des Einzelnen zum Ausdruck, selbst denken zu können, experimentieren zu wollen und Probleme lösen zu können.
  • Erkenne das Gute an, dass Du in Dir und dem anderen siehst.
  • Behandle die Situationen und Gefühle, die geäußert und besprochen werden, als streng vertraulich.
  • Beziehe Dich nicht auf dass, was jemand von sich erzählt hat, wenn Du an der Reihe bist oder am Ende der Zuhörzeit; auch nicht später, während einer Unterhaltung, beim nächsten Treffen oder falls ihr Euch bei einem gesellschaftlichen Anlass oder in privatem Rahmen treffen solltet.

Beispiel einer Mutter

Es gab eine Zeit, da fühlte ich mich in der Gegenwart meiner Kinder jedes Mal völlig erschöpft. Das war insofern einleuchtend, weil ich Zwillinge habe, die damals zwei Jahre alt waren. Doch auch meine Pausen änderten nichts an der Ermattung. Schließlich besuchte ich eine „Hand in Hand“ Gruppe. Gefühle von Verlust und Trauer aus meiner Kindheit stiegen in mir auf und ich konnte mich sehr gut darüber entlasten.

Anschließend fühlte ich mich tatkräftig und glücklich. Ich eilte nach Hause und freute mich auf meine Kinder und darauf, mit ihnen zu spielen. Hinterher erkannte ich, wie wesentlich es ist, meine eigenen Gefühle zu entlasten, damit ich in Gegenwart meiner Kinder wach und präsent sein kann. Ich lernte auch, nach diesen Gefühlen der Erschöpfung rechtzeitig Ausschau zu halten und sofort Zeit mit einem einfühlsamen Zuhörer einzuplanen!

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